Nachholspiel gegen Trier
Am kommenden Mittwoch (17. März, 20 Uhr) laufen die Basketballer von ALBA BERLIN erstmals nach dem Eurocup-Sieg in Badalona wieder in der heimischen o2 World auf: Im Bundesliga-Nachholspiel treffen sie auf die TBB Trier. Trainer Luka Pavicevic hat den Sieg bei Joventut jedoch schon längst abgehakt: „Wir haben sicher ein sehr bedeutendes Spiel unter schwierigen Umständen gewonnen. Aber es gibt keinen Anlass, sich jetzt ...
Immanuel McElroy (li.) will mit ALBA die Tabellenführung weiter ausbauen.
Dabei denkt der ALBA-Coach aber noch überhaupt nicht an das Eurocup-Viertelfinale gegen Hapoel Jerusalem: „Wir haben erst einmal zwei Bundesligaspiele vor uns, die unsere volle Aufmerksamkeit verdienen.“ Speziell warnt der ALBA-Trainer vor den Moselstädtern, die nach zuletzt acht Niederlagen in Folge verzweifelt den weg zurück in die Erfolgsspur suchen: „Trier ist viel stärker als der Tabellenplatz vermuten lässt und kann von der Qualität seiner Spieler und seines Spiels her an einem guten Tag jeden Gegner in der Beko BBL schlagen.“
Tatsächlich zieht sich durch die Trierer Bilanz der letzten Wochen wie ein roter Faden, dass man sich gegen vermeintlich stärkere starke Gegner teuer verkaufte, um am Ende trotzdem knapp zu verlieren (wie im Hinspiel am 9. Januar gegen ALBA 59:68). Gleichzeitig verpasste Trier es aber, gegen Kontrahenten aus der unteren Tabellenhälfte zu punkten.
Luka Pavicevic hat diesen Effekt schon bei vielen nicht europapokalerprobten Bundesligisten beobachtet: „Wenn die in der Bundesliga vor der Situation stehen, ein Spiel unbedingt gewinnen zu müssen, dann verkrampfen sie und bleiben unter ihren Möglichkeiten. Aber gegen ALBA oder andere Topteams spielen sie ungehemmt auf und können dann sehr gefährlich werden.“
Das Trierer Spiel lebt dabei vor allem von seiner Offensivstärke, die in der Statistik von der viertbesten Wurfquote der Beko BBL belegt wird. Die TBB-Guards treiben das Spiel schnell nach vorne, um Schnellangriffe mit ungehinderten Punkten am Brett abzuschließen oder einen der gefährlichen Dreierschützen wie Miladin Pekovic (41,2 Prozent Dreierquote), Derek Raivio (39,6) oder Jamal Shuler (39,5) in Szene zu setzen.
Für große Vielseitigkeit und Defensivstärke stehen im Trierer Backcourt Mannschaftskapitän James Gillingham und Jamal Shuler. Wie wichtig Gillingham mit seiner Erfahrung aus der kanadischen Nationalmannschaft und mittlerweile fünfeinhalb BBL-Jahren als Führungsfigur für die Trierer ist, zeigte sich am letzten Spieltag in Gießen, als das Team nach Gillinghams foulbedingtem Ausscheiden in der Schlussphase regerecht in seine Einzelteile zerfiel. Der athletische Jamal Shuler ist Triers bester Rebounder, zweitbester Scorer, zweitbester Passgeber, drittbester Dreierschütze und zeigte als Gewinner des Dunking-Wettbewerbs beim diesjährigen Allstar-Game, dass er es auch ordentlich krachen lassen kann.
Auf den langen Positionen geben Maksym Shtein und vor allem George Evans – der US-Center ist mit seinen 39 Jahren der älteste Bundesliga-Akteur – mit kompromissloser Härte unter dem Korb keinen Zentimeter freiwillig her und räumen zudem den Weg frei für so manche korbgefährliche Aktion ihres Topscorers Chris Copeland, der gleichwohl die Hälfte seiner im Schnitt 16 Punkte aus der Dreierdistanz markiert. Der US-Power Forward, der im Hinspiel früh mit einer Knöchelverletzung ausschied, wird am Mittwoch 26 und hat sich für seinen Geburtstag in der o2 World sicher besonders viel vorgenommen.
Luka Pavicevic wird wieder auf den Einsatz von Jurica Golemac (Handbruch) und Rashad Wright (Augen-OP) verzichten müssen. Während Golemac noch einige Zeit warten muss, um überhaupt wieder mit dem Krafttraining beginnen zu können, muss Wright am Dienstag zur Nachuntersuchung an seinem Auge.
TBB Trier: Resultate der letzten fünf Wochen
12.02. Trier - EnBW Ludwigsburg 88:92 (N) 23. Spieltag Beko BBL
21.02. NYP Braunschweig - Trier 94:73 (N) 24. Spieltag Beko BBL
28.02. Trier - Paderborn Baskets 98:101 (N) 25. Spieltag Beko BBL
06.03. Artland Dragons - Trier 76:73 (N) 26. Spieltag Beko BBL
13.03. LTi Gießen 46ers - Trier 84:67 (N) 27. Spieltag Beko BBL
15 Jahre Korac Cup
Am Montag jährt sich wieder einmal der 15. März, an dem ALBA 1995 mit dem Korac Cup seinen ersten Titel und gleichzeitig die neben acht deutschen Meister- und sechs Pokaltiteln bis heute einzige europäische Trophäe gewann. Zwischen der damaligen und der heutigen Europa-Saison gibt es interessante Parallelen. In unserem Rückblick auf www.albaberlin.de haben wir diese aufgearbeitet.
Quelle: ALBA Berlin
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