"Feuervögel fordern Albatrosse"
Am Samstag erwartet die Hagener Basketball-Fans ein ganz besonderes Spiel: Das scheinbar übermächtige Team aus der Hauptstadt ist zu Gast in der Phoenix-Halle. Sprungball zur Partie gegen ALBA Berlin ist um 20 Uhr. Die Albatrosse spielten in den letzten Wochen, auch aufgrund der hohen internationalen Belastung, eher unbeständig. Dem Pokal-Aus in Bamberg folgte in der Bundesliga zunächst die Demontage des Mit-Favoriten aus Bonn ...
Michael Jordan (re.) steht den Westfalen weiterhin nicht zur Verfügung.
Phoenix ist gegen das Team um Topscorer Julius Jenkins (15,3 Punkte im Schnitt) klarer Außenseiter. Berlin, betreut von Luka Pavicevic, verfügt über einen erlesenen Kader, der mit internationalen Top-Stars gespickt ist. Da wären beispielsweise Blagota Sekulic, vielleicht der beste lange Spieler der Beko Basketball Bundesliga, Allrounder Immanuel McElroy, der bewegliche Center Adam Chubb, Flügelspieler Derrick Byars oder Nationalspieler Steffen Hamann.
Fehlen wird ALBA allerdings Power Forward Jurica Golemac. Der 32-Jährige kuriert derzeit einen Mittelhandbruch aus. Vor allem Dragan Dojcin und Philip Zwiener müssen in die Bresche springen und den Ausfall des Routiniers kompensieren. Ebenfalls fehlen wird Spielmacher Rashad Wright. Er musste nach der Rückkehr aus Badalona an der Netzhaut operiert werden, wo er am Dienstag einen Finger ins Auge bekommen hatte.
Personell aus dem Vollen schöpfen würde auch gerne Phoenix-Coach Ingo Freyer. Doch die Belegschaft macht ihm derzeit Sorgen. Michael Jordan fehlt weiter mit einem Muskelfaserriss. Zudem ist Center John Turek im Abschlusstraining vor dem Spiel bei den Deutsche Bank SKYLINERS (76:89) umgeknickt. Wegen einer Außenbanddehnung im Sprunggelenk konnte er unter der Woche nicht trainieren. „Er wird gegen Berlin bestenfalls einige Minuten auflaufen können“, so Freyer.
Um gut auf den Endspurt im Abstiegskampf vorbereitet zu sein, haben sich die Feuervögel von Mittwoch bis Freitag ins Trainingslager in die Sportschule Kaiserau verabschiedet. „Die Bedingungen sind optimal. Wir können uns hier voll auf Basketball und auf uns konzentrieren“, freut sich Ingo Freyer. Zwei Trainingseinheiten, taktische Besprechungen und Joggen stehen auf dem täglichen Programm. Das Abschlusstraining am Freitag wird dann wieder in der Phoenix-Halle stattfinden.
Die Vorfreude auf den prominenten Gegner aus Berlin ist groß bei Freyer und Co: „Alle Spieler sind hoch motiviert, gegen ein so gut besetztes Team antreten zu können. Wir freuen uns auf eine volle Halle.“ Dabei hofft Ingo Freyer auf eine Fortsetzung des Trends gegen die anderen Top-Teams: „Gegen Bonn, Frankfurt oder Bamberg haben wir in der Hinrunde kein Land gesehen. In der Rückrunde haben wir trotz der Niederlagen schon besser ausgesehen. In Berlin waren wir ebenfalls komplett chancenlos. Wir wollen die Partie diesmal offener gestalten.“
Hervorheben will der Hagener Trainer eigentlich keinen Spieler des Gegners: „Das ist eine tolle Mannschaft. Gespannt bin ich allerdings auf Blagota Sekulic. Seinen Weg verfolge ich schon seit Jahren. Ein interessanter Mann.“
Quelle: Phoenix Hagen
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