Das "Gipfeltreffen der Besten" begeistert
Der Süden hat seinen "Heimvorteil" genutzt und die Bilanz beim traditionellen Nord-Süd-Vergleich ein wenig aufpoliert. Mit 102:92 (50:53) setzte sich die von Michael Koch (Telekom Baskets Bonn) betreute Süd-Auswahl gegen den Norden durch. Es war der dritte Sieg im 19. Vergleich. Beste Werfer auf Seiten des Südens waren Michael King (17, EnBW Ludwigsburg), Chris Ensminger (16, Telekom Baskets Bonn) und George Evans (16, TBB Trier); beim ...
Ehrung des MVP: Jan Pommer, Chris Ensminger und Zafer Üstüner (v.l.n.r.).
Probleme mit dem Sprunggelenk (Jenkins) beziehungsweise dem Knie (Oliver) ließen einen Einsatz nicht zu. Gleichwohl feuerten sie ihr Team von der Bank aus an. Auch der Süden hatte einen Ausfall zu verkraften: Nationalspieler Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn) musste wegen einer Magenverstimmung das Bett hüten und war aus diesem Grund erst gar nicht in der Halle.
Das Beko BBL ALLSTAR Game war neben den Offenen Deutschen Dunking-Meisterschaften das Highlight beim Beko BBL ALLSTAR Day. 6.000 Zuschauer im ausverkauften Bonner Telekom Dome hatten bereits vor dem „Gipfeltreffen der Besten“ für eine stimmungsvolle Kulisse gesorgt und die Protagonisten dieses einmaligen Basketball-Tages, allen voran die „Flug-Künstler“ und die Distanzwurf-Spezialisten, lautstark zu Höchstleistungen getrieben. Der Geschäftsführer der Beko BBL, Jan Pommer, zog nach etwas mehr als sechs Stunden atmosphärisch dichtem Basketball-Programm ein positives Fazit: „Die Veranstaltung hat unsere Erwartungen voll und ganz erfüllt. Bonn ist seinem Ruf als basketballbegeisterter Beko BBL-Standort vollauf gerecht geworden.“
Sieger der Offenen Deutschen Dunking-Meisterschaften der Profis und Amateure wurde unter den Augen von Zafer Üstüner, dem Chef von BEKO Deutschland, der Guard von TBB Trier, Jamal Shuler. Der US-Amerikaner setzte sich gegen seine fünf Kontrahenten, darunter die beiden starken Amateure Stefan Groothoff (Oldenburg) und Benjamin Salu Tadi (Rosenheim), im Finale gegen Quantez Robertson (DEUTSCHE BANK SKYLINERS) und Stefan Groothoff durch.
Die mit den beiden Europameistern von 1993, Stephan Baeck und Henrik Rödl, sowie Lokalmatador John Bowler (Telekom Baskets Bonn) prominent besetzte Jury zog bei den Versuchen von Shuler immer die Höchstnote („10“) – sein letzter Versuch, bei dem Teamkollege Derek Raivio den Ball per Hackententrick aufgelegt hatte und Shuler schließlich mit einer Hand das Spielgerät durch die Reuse stopfte, sprengte schließlich die Punkte-Dimension der Juroren. Seine Teilnahme kurzfristig absagen musste Darius Hall. Der „sanfte Riese“ der Artland Dragons konnte aufgrund eines geschwollenen Knies nicht mitwirken und wurde durch Stefan Groothoff, der wie Benjamin Salu Tadi beim zentralen Vorausscheid einen exzellenten Eindruck hinterlassen hatte, ersetzt.
Der Titel bei den Offenen Deutschen Dreipunkte-Meisterschaften der Profis und Amateure ging an Taylor Rochestie von der BG Göttingen. Der 24-Jährige erzielte im zweiten Durchgang des Finales 18 Punkte und verdrängte mit dem letzten Ball Dane Watts (WALTER Tigers Tübingen, 16 Punkte) von Platz eins. Dritter wurde Derek Raivio von TBB Trier (13 Punkte). Auf Rang vier kam Toby Bailey von den Artland Dragons (11 Punkte).
Der Herausforderer der Profis, Florian Pexa aus der Bezirksliga-Mannschaft der Telekom Baskets Bonn – er hatte sich am Vormittag im zentralen Vorausscheid gegen 49 Kontrahenten durchgesetzt –, verpasste das Weiterkommen genauso wie Brendan Winters (GIANTS Düsseldorf), der an Stelle von Julius Jenkins an dem Wettbewerb teilgenommen hatte.
Zum Auftakt des Beko BBL ALLSTAR Days standen sich die deutschen Top-Talente aus der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) gegenüber. In einer ausgeglichenen Partie behielt der Süden die Oberhand. Beste Akteure beim knappen 72:68-Erfolg nach Verlängerung waren Patrick Heckmann (19, Punkte, ASC Mainz) und Besnik Bekteshi (18, BBA Ludwigsburg). Beim unterlegenen Norden verdienten sich Niels Giffey (22, ALBA Berlin) und Daniel Theis (12, Junior Phantoms Braunschweig / Wolfenbüttel) Bestnoten.
Zum „wertvollsten Spieler“ dieser überaus interessanten Auseinandersetzung, bestimmten die Coaches der beiden Teams, Henrik Rödl (ALBA Berlin) und Artur Gacaev (Paderborn Baskets) für den Norden sowie Felix Czerny (Team ALBA Urspring) und Wolfgang Ortmann (ASC Mainz) für den Süden, den Mainzer Patrick Heckmann. Die 4.500 Zuschauer erlebten ein spannendes Spiel, in der der Norden 1,2 Sekunden vor Schluss wie der sichere Gewinner aussah. Doch Dennis Ogbe von den Franken Hexern rettete sein Team mit einem Dreier zum 63:63 in die Verlängerung.
Der Auftritt des „Face Teams“, einer ungarischen Show-Truppe, die mit atemberaubenden Dunkings begeisterte, und die Autogrammstunde der Beko BBL ALLSTARS rundeten das „stimmige und gelungene Gesamtpaket“, wie es Jan Pommer formulierte, ab.
Ehrung des ALLSTAR-MVP: Beko BBL-Geschäftsführer Jan Pommer, Chris Ensminger und Zafer Üstüner, Chef von BEKO Deutschland (v.l.n.r.).
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