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Wechsel an der Spitze des Präsidiums der AG Basketball Bundesliga

Wechsel an der Spitze des Präsidiums der AG Basketball Bundesliga

Nach acht Jahren und einer Bilanz, die sich sehen lassen kann, stellt Dr. Thomas Braumann sein Amt „guten Gewissens“ und weil er „neue Herausforderungen sucht“, zur Verfügung / „Positive Entwicklung der Liga fußt auf Team-Leistung“ / Jan Pommer: „Wären gerne noch ein weiteres Stück des Weges gegangen“ / Alexander Reil übernimmt kommissarisch die Aufgaben des Präsidenten

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Als Dr. Thomas Braumann 2006 an die Spitze des Präsidiums der AG Basketball Bundesliga gewählt worden war, hatte er sich zum Ziel gesetzt, die Liga „fit zu machen – um im deutschen Sport eine bedeutendere Rolle zu spielen“. Gemeinsam mit seinem Präsidiumskollegen und der Geschäftsführung hatte der gebürtige Bremer ein ganzes Bündel an Maßnahmen auf den Weg gebracht, die dem deutschen Oberhaus zu noch mehr Professionalität und Popularität verhelfen sollten.

Rund acht Jahre und vier Amtszeiten später steht die Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) besser denn je da: die Liga verfügt seit 2009 mit BEKO über einen sehr geschätzten und verlässlichen Naming-Right-Partner, der Gesamtumsatz der Klubs liegt bei fast 90 Millionen Euro – und ist damit doppelt so hoch wie zu Beginn seiner Amtszeit – , die Zuschauerzahlen erreichen Jahr für Jahr Bestwerke und haben in der abgelaufenen Saison erstmals die 1,5-Millionen-Marke überschritten, zudem übernehmen immer mehr deutsche Spieler wichtige Rollen in ihren Mannschaften. Hinzu kommt der neue TV-Vertrag mit der Telekom, der der Beko BBL die beste Medienrechte-Situation aller Zeiten beschert. Kurzum: Die Beko BBL befindet sich auf einem sehr guten Weg, ihr Ziel zu erreichen, im Jahr 2020 die beste nationale Liga in Europa zu sein.

Den zweiten Teil der Wegstrecke werden Präsidium und Geschäftsführung jedoch ohne Dr. Thomas Braumann absolvieren müssen. Der 61-Jährige, der als selbstständiger Unternehmensberater tätig ist, wird sein Amt zum 30. Juni dieses Jahres zur Verfügung stellen, „weil es neue Herausforderungen gibt, die ich gerne annehmen möchte“, wie er erklärte. Er sei sich aber sicher, dass die bisherigen Präsidiumskollegen und ein Nachfolger den eingeschlagenen Weg fortsetzen werden. Er betonte zudem, dass die positive Entwicklung der Liga auf einer Team-Leistung fuße. „Deswegen konnte ich guten Gewissens diesen Schritt vollziehen.“

Beko BBL-Geschäftsführer Jan Pommer bedauerte die Entscheidung, äußerte aber Verständnis. „Natürlich wären wir gerne noch ein weiteres Stück des Weges mit Dr. Thomas Braumann gegangen. So, wie ich ihn kennen und schätzen gelernt habe, ist er in seinem Handeln allerdings immer konsequent – halbe Sachen gibt es mit ihm nicht.“ Und weiter: „Er war ein analytischer und strategischer Macher, der dabei stets das große Ganze im Blick hatte und eine klare Linie verfolgte. Dass es dabei zu Reibungen kommen kann, war ihm bewusst. Doch er hat sich davon im Interesse der Entwicklung aller 18 Klubs und der Beko BBL nicht beirren lassen. Auch, weil er über das nötige Beharrungs- und Durchsetzungsvermögen verfügt.“

Dr. Thomas Braumann wird der Liga verbunden bleiben und hat angeboten, so gewünscht, beratend zur Verfügung zu stehen. Bis zu einer etwaigen Neuwahl wird nach einer internen Festlegung des Präsidiums Alexander Reil (1. Vorsitzender MHP RIESEN Ludwigsburg) die Aufgaben des Präsidenten kommissarisch weiterführen.

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